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MICROQORE MEDICAL

Aktuelles & Wissen.

Neuigkeiten aus unserem Unternehmen und Fachwissen rund um chirurgische Präzisionsinstrumente.

Mitarbeiter bei der digitalen Instrumentenentwicklung am Großbildschirm
Innovation 28. Februar 2026

Roboterchirurgie: Wie KI den Operationssaal verändert

Robotergestützte Systeme wie der Da Vinci ermöglichen Eingriffe mit Sub-Millimeter-Präzision. Doch auch in der Roboterchirurgie braucht es hochwertige Mikroinstrumente – gefertigt von Menschenhand.

Chirurgische Roboter wie das Da Vinci Xi System haben die Art, wie operiert wird, grundlegend verändert. Durch winzige Schnitte steuern Chirurgen roboterassistierte Arme mit Sub-Millimeter-Genauigkeit. Die 3D-Kamera vergrößert das OP-Feld bis zu 10-fach.

Doch der Roboter ist nur so gut wie seine Instrumente. Mikro-Nadelhalter, Pinzetten und Scheren müssen auch im roboterassistierten Einsatz höchsten Ansprüchen genügen: perfekte Balance, ermüdungsfreie Haptik und kompromisslose Materialqualität.

Moderne KI-Systeme unterstützen Chirurgen zunehmend bei der Planung und Navigation, doch die Präzision der Handarbeit – sowohl bei der Herstellung der Instrumente als auch im OP – bleibt unersetzbar.

Titan-beschichtete Pinzette in der Qualitätskontrolle
Materialwissen 18. Februar 2026

Titan in der Medizintechnik: Warum das Material so gefragt ist

40% leichter als Edelstahl, biokompatibel und korrosionsbeständig – Titan revolutioniert die Medizintechnik. Von Implantaten bis Mikroinstrumenten: Ein Überblick über Eigenschaften und Einsatz.

Titan (Ti) ist ein Leichtmetall mit außergewöhnlichen Eigenschaften für den medizinischen Einsatz. Mit einer Dichte von nur 4,5 g/cm³ ist es rund 40% leichter als Edelstahl bei vergleichbarer Festigkeit.

In der Chirurgie bietet Titan entscheidende Vorteile: Es ist vollständig biokompatibel, antimagnetisch (MRT-tauglich) und hochgradig korrosionsbeständig. Die blaue Titan-Beschichtung erhöht zudem die Oberflächenhärte um das Dreifache.

Bei MICROQORE MEDICAL setzen wir Titan in unserer gesamten Nadelhalter-, Pinzetten- und Scheren-Serie ein. Die Gewichtsreduktion ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten bei langen Eingriffen – ohne Kompromisse bei der Stabilität.

Kollegen prüfen chirurgisches Instrument
Chirurgie 5. Februar 2026

Minimalinvasive Chirurgie: Kleinere Schnitte, schnellere Heilung

Die Schlüssellochchirurgie reduziert Komplikationen und verkürzt die Erholungszeit. Für Chirurgen bedeutet das: höchste Ansprüche an die Präzision ihrer Instrumente.

Minimalinvasive Chirurgie (MIC) – auch als Schlüssellochchirurgie bekannt – hat die Medizin revolutioniert. Statt großer Schnitte werden Instrumente durch wenige Millimeter kleine Öffnungen eingeführt.

Die Vorteile für Patienten sind enorm: weniger Blutverlust, geringeres Infektionsrisiko, kürzere Krankenhausaufenthalte und schnellere Genesung. In der Gefäßchirurgie, Kardiochirurgie und Neurochirurgie ist die MIC heute Standard.

Für die Instrumente bedeutet das: Sie müssen noch präziser, noch feiner und noch ergonomischer sein. MICROQORE Mikro-Nadelhalter und Scheren sind genau dafür konzipiert – mit Spitzenradien unter 0,1mm und ermüdungsfreien Griffsystemen.

MICROQORE Team vor dem Firmengebäude
Aktuelles 20. Januar 2026

MEDICA 2026: Die wichtigsten Trends der Medizintechnik

Die weltweit größte Medizinmesse zeigt, wohin die Reise geht: KI-Diagnostik, 3D-gedruckte Implantate und digitale OP-Planung. Ein Rückblick auf die spannendsten Innovationen.

Die MEDICA in Düsseldorf ist mit über 5.000 Ausstellern aus 70 Ländern die weltweit führende Messe für Medizintechnik. 2026 dominierten drei große Themen: Künstliche Intelligenz in der Diagnostik, additive Fertigung (3D-Druck) für Implantate und die Digitalisierung des Operationssaals.

Besonders beeindruckend: KI-gestützte Bilderkennung, die Tumore in Echtzeit identifiziert, sowie 3D-gedruckte, patientenspezifische Instrumente. Auch die Integration von Augmented Reality in die chirurgische Navigation macht große Fortschritte.

Für Hersteller chirurgischer Instrumente bedeutet das: Der Markt wächst, die Ansprüche steigen. Qualität und Präzision bleiben der entscheidende Differenzierungsfaktor – Made in Germany ist gefragter denn je.

Laserschweißen mit Funken – Präzisionsfertigung
Qualität 12. Januar 2026

Sterilisation & Aufbereitung: So bleiben OP-Instrumente sicher

Autoklav, Ultraschall, Dampfsterilisation – die korrekte Aufbereitung chirurgischer Instrumente ist entscheidend für die Patientensicherheit. Welche Verfahren gibt es und worauf kommt es an?

Die Aufbereitung chirurgischer Instrumente ist ein hochregulierter Prozess, der nach EN ISO 17665 und den Richtlinien des Robert Koch-Instituts erfolgt. Fehlerhafte Sterilisation kann zu schweren Infektionen führen.

Der Standardprozess umfasst: Vorreinigung direkt nach dem Eingriff, maschinelle Reinigung im Reinigungs-Desinfektionsgerät (RDG), Sichtprüfung unter der Lupe, Pflege und Funktionsprüfung, sowie abschließende Dampfsterilisation bei 134°C im Autoklav.

Hochwertige Instrumente aus Edelstahl und Titan überstehen tausende Sterilisationszyklen ohne Qualitätsverlust. Billigere Instrumente korrodieren, werden stumpf oder brechen. Die Investition in Qualitätsinstrumente zahlt sich langfristig aus – für Kliniken und Patienten.

Feinschliff eines chirurgischen Instruments
Aktuelles 5. Januar 2026

Tuttlingen: Welthauptstadt der Medizintechnik – und warum das so ist

Über 400 Medizintechnik-Unternehmen auf engstem Raum: Tuttlingen ist das globale Zentrum chirurgischer Instrumente. Eine Region, die seit über 150 Jahren Maßstäbe setzt.

Die Stadt Tuttlingen im Süden Baden-Württembergs ist seit dem 19. Jahrhundert das weltweit wichtigste Zentrum für chirurgische Instrumente. Über 400 Unternehmen der Medizintechnik sind hier angesiedelt – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Weltkonzern.

Die Geschichte begann mit dem Chirurgiemechaniker Gottfried Jetter, der 1867 seine Werkstatt eröffnete. Heute erwirtschaftet die Region über 9 Milliarden Euro Umsatz jährlich und exportiert in über 140 Länder. Mehr als die Hälfte aller weltweit verwendeten chirurgischen Instrumente stammen aus der Region Tuttlingen.

MICROQORE MEDICAL setzt diese Tradition fort – mit modernster CNC-Technologie und dem Qualitätsanspruch, der diese Region seit über 150 Jahren auszeichnet. Nur wenige Kilometer entfernt, in Aach, fertigen wir Präzisionsinstrumente für Chirurgen weltweit.

Materialwissen 1. März 2026 8 Min.

Edelstahl vs. Titan: Welches Material für welchen Eingriff?

Ein detaillierter Vergleich der beiden wichtigsten Werkstoffe in der chirurgischen Instrumentenfertigung – von der Legierung bis zur klinischen Anwendung.

In der Fertigung chirurgischer Instrumente spielen zwei Werkstoffe die Hauptrolle: Edelstahl und Titan. Beide haben ihre spezifischen Stärken, und die Wahl des richtigen Materials hängt entscheidend vom geplanten Eingriff, der Einsatzdauer und den individuellen Anforderungen des Chirurgen ab.

Edelstahl: Der bewährte Standard

Chirurgischer Edelstahl – meist die Legierung 1.4021 (X20Cr13) oder 1.4112 (X90CrMoV18) – ist seit über einem Jahrhundert der Goldstandard in der Instrumentenfertigung. Seine Vorteile: hervorragende Härtbarkeit (bis 58 HRC), ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und eine glatte Oberfläche, die die Sterilisierbarkeit erleichtert. Die Dichte von 7,7 g/cm³ sorgt für ein ausgewogenes Gewicht, das vielen Chirurgen ein vertrautes Handling bietet. Edelstahlinstrumente eignen sich besonders für Eingriffe, bei denen hohe Schnitthaltigkeit gefordert ist – etwa bei Gefäßscheren oder Präparierscheren.

Titan: Leichtigkeit trifft Biokompatibilität

Titan (Grade 5, Ti6Al4V) hat in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend Einzug in den OP gehalten. Mit einer Dichte von nur 4,5 g/cm³ ist es rund 40 % leichter als Edelstahl – ein entscheidender Vorteil bei mehrstündigen mikrochirurgischen Eingriffen, bei denen Ermüdung der Hand ein reales Problem darstellt. Zusätzlich ist Titan vollständig biokompatibel, antimagnetisch und damit MRT-tauglich. Die typische blaue Titan-Beschichtung (TiN oder TiAlN) erhöht die Oberflächenhärte um das Dreifache und reduziert gleichzeitig Lichtreflexionen unter dem OP-Mikroskop – ein oft unterschätzter Vorteil in der Mikrochirurgie.

Fazit: Material nach Anwendung wählen

Die Materialwahl sollte sich stets an der klinischen Anforderung orientieren. Für kurze, kraftintensive Eingriffe mit hoher Schnittbelastung bleibt Edelstahl die erste Wahl. Für lange mikrochirurgische Eingriffe, bei denen Gewichtsreduktion und Ermüdungsfreiheit im Vordergrund stehen, bietet Titan klare Vorteile. Bei MICROQORE MEDICAL bieten wir alle Instrumentenlinien wahlweise in Edelstahl und Titan an – damit Chirurgen das optimale Material für jeden Eingriff wählen können.

Chirurgie 18. Februar 2026 7 Min.

Die Kunst der Maulgeometrie: Wie Nadelhalter-Design die Nahtqualität beeinflusst

Warum die Geometrie des Nadelhalter-Mauls über Nahtpräzision, Gewebetraumatisierung und Fadenbruchrate entscheidet.

Die Maulgeometrie eines Nadelhalters ist weit mehr als ein ästhetisches Detail – sie ist der entscheidende Faktor für die Qualität jeder chirurgischen Naht. Breite, Länge und Profilierung des Mauls bestimmen, wie sicher die Nadel geführt wird, wie viel Kraft der Chirurg aufwenden muss und wie schonend das umliegende Gewebe behandelt wird.

Maulbreite und Nadeldurchmesser

Die Maulbreite muss exakt zum verwendeten Nadeldurchmesser passen. Eine zu breite Aufnahme führt zu seitlichem Spiel der Nadel, was die Stichpräzision mindert und zu ungleichmäßigen Nahtabständen führen kann. Ein zu schmales Maul dagegen kann die Nadel deformieren oder beschädigen – bei atraumatischen Nadeln ein besonders kritischer Punkt. MICROQORE fertigt Maulbreiten ab 0,3 mm für die feinste Gefäß- und Nervenchirurgie bis hin zu 2,0 mm für kräftige Nahtnadeln in der Orthopädie.

Kreuzriffelung vs. Hartmetalleinlage

Die Mauloberfläche entscheidet über die Griffigkeit der Nadelführung. Klassische Kreuzriffelungen bieten eine gute Grundhaftung, hinterlassen jedoch Markierungen auf der Nadel. Hartmetalleinlagen (Tungsten Carbide) bieten eine deutlich höhere Griffigkeit bei geringerem Anpressdruck – der Chirurg kann die Nadel mit weniger Kraft führen, was die Ermüdung der Hand signifikant reduziert. Diese Einlagen sind bei allen MICROQORE Nadelhaltern als Option verfügbar und werden in einem aufwendigen Vakuumlötverfahren dauerhaft mit dem Grundkörper verbunden.

Maulwinkel und Nadelführung

Der Winkel zwischen Maulfläche und Instrumentenachse beeinflusst die Stichrichtung und den Einstichwinkel. Gerade Mäuler (0°) eignen sich für oberflächliche Nähte mit direktem Zugang. Gebogene Mäuler (15° bis 45°) ermöglichen das Nähen in tiefen Operationsfeldern und schwer zugänglichen Bereichen, wie sie in der minimal-invasiven Chirurgie häufig vorkommen. Die korrekte Wahl der Maulgeometrie kann den Unterschied zwischen einer optimalen Naht und einer Gewebetraumatisierung ausmachen.

Bei MICROQORE MEDICAL arbeiten wir eng mit Chirurgen zusammen, um Maulgeometrien kontinuierlich zu optimieren. Unser Konfigurator ermöglicht es, Nadelhalter exakt nach den Anforderungen des jeweiligen Eingriffs zusammenzustellen – von der Maulbreite über die Oberflächenbeschaffenheit bis zur Gesamtlänge des Instruments.

Qualität 5. Februar 2026 6 Min.

Qualitätskontrolle in der Instrumentenfertigung: Vom Rohling zum Präzisionsinstrument

Einblick in die über 40 Fertigungsschritte und Prüfverfahren, die ein MICROQORE Instrument durchläuft, bevor es den OP erreicht.

Ein chirurgisches Präzisionsinstrument entsteht nicht in einem einzigen Produktionsschritt. Vom rohen Edelstahlstab bis zum einsatzbereiten Instrument durchläuft jedes Werkstück bei MICROQORE MEDICAL über 40 dokumentierte Fertigungs- und Prüfschritte. Dieser Prozess ist nicht nur handwerkliche Tradition, sondern wird durch unser ISO 13485:2016-zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem lückenlos kontrolliert.

CNC-Fertigung: Präzision im Mikrometerbereich

Die Grundform des Instruments wird auf modernen CNC-Fräs- und Drehmaschinen aus dem Vollen gefertigt. Toleranzen von ±0,01 mm sind dabei Standard – bei Maulgeometrien für Mikro-Nadelhalter liegen die Toleranzen sogar bei ±0,005 mm. Jedes Werkstück wird nach der Bearbeitung vermessen und dokumentiert. Abweichungen oberhalb der Toleranzgrenze führen zur sofortigen Aussonderung.

Wärmebehandlung und Härtung

Nach der spanenden Bearbeitung folgt die Wärmebehandlung – ein kritischer Schritt, der die Gebrauchseigenschaften des Instruments maßgeblich bestimmt. Edelstahlinstrumente werden bei Temperaturen zwischen 1.020°C und 1.060°C gehärtet und anschließend bei 150°C bis 200°C angelassen. Das Ergebnis: eine Härte von 54-58 HRC bei gleichzeitig ausreichender Zähigkeit, um Bruch unter Belastung zu vermeiden. Jede Charge wird mittels Härteprüfung nach Rockwell kontrolliert.

Handarbeit: Schliff, Politur und Funktionsprüfung

Die finalen Schritte sind reine Handarbeit. Erfahrene Instrumentenmacher schleifen Schneiden von Hand auf Diamantscheiben, polieren Oberflächen auf Ra-Werte unter 0,4 µm und prüfen jedes Instrument unter dem Stereomikroskop auf Risse, Grate und Oberflächendefekte. Funktionsprüfungen – wie der Schließtest bei Nadelhaltern oder der Schnittest bei Scheren – stellen sicher, dass jedes Instrument die Spezifikation erfüllt. Erst nach bestandener Endkontrolle wird das Instrument für die Verpackung und den Versand freigegeben.

Diese Kombination aus Hightech-Fertigung und traditioneller Handwerkskunst ist es, die MICROQORE Instrumente auszeichnet. Jedes Instrument, das unser Haus verlässt, trägt eine individuelle Seriennummer und ist vollständig rückverfolgbar – vom Rohling bis zum fertigen Produkt.

Innovation 22. Januar 2026 7 Min.

Mikrochirurgische Instrumente: Anforderungen an Sub-Millimeter-Präzision

Welche besonderen Anforderungen die Mikrochirurgie an Instrumente, Materialien und Fertigungsprozesse stellt – und wie diese erfüllt werden.

Die Mikrochirurgie operiert an den Grenzen des mit bloßem Auge Sichtbaren. Gefäßanastomosen an Arterien mit einem Durchmesser von weniger als 1 mm, Nervennähte mit Fäden dünner als ein menschliches Haar (USP 10-0, Durchmesser 0,02 mm) – diese Eingriffe stellen höchste Anforderungen an die eingesetzten Instrumente.

Spitzenradien unter 0,1 mm

Mikrochirurgische Pinzetten und Nadelhalter benötigen Spitzenradien von deutlich unter 0,1 mm, um Gewebestrukturen im Sub-Millimeter-Bereich präzise greifen zu können. Die Fertigung solcher Spitzen erfordert spezielle Schleiftechniken: Konventionelle Bandschleifmaschinen stoßen hier an ihre Grenzen. MICROQORE setzt stattdessen auf Diamant-bestückte Präzisionsschleifspindeln, die unter 40-facher Vergrößerung geführt werden. Jede Spitze wird unter dem Messmikroskop bei 100-facher Vergrößerung auf Symmetrie, Gratfreiheit und exakte Geometrie geprüft.

Gewicht und Ergonomie

In der Mikrochirurgie arbeiten Chirurgen unter dem OP-Mikroskop, oft über Stunden. Das Gewicht des Instruments beeinflusst direkt die Feinmotorik: Zu schwere Instrumente führen zu Tremor und Ermüdung, zu leichte Instrumente bieten nicht genügend taktiles Feedback. Das optimale Gewicht für Mikro-Nadelhalter liegt zwischen 18 und 25 Gramm. MICROQORE erreicht diesen Bereich durch den gezielten Einsatz von Titan und durch die Optimierung der Wandstärken – jedes Gramm wird bewusst eingesetzt.

Federcharakteristik und Schließkraft

Bei Castroviejo-Nadelhaltern mit Federmechanismus ist die Federcharakteristik entscheidend. Die Öffnungskraft muss gering genug sein, um ermüdungsfreies Arbeiten zu ermöglichen (typisch: 1,5-2,5 N), gleichzeitig muss die Schließkraft ausreichen, um auch härtere Nahtnadeln sicher zu fixieren. MICROQORE testet jede Feder einzeln auf einem kalibrierten Kraftmesssystem und sortiert nach definierten Kraftstufen – eine Genauigkeit, die in der Branche ihresgleichen sucht.

Die Fertigung mikrochirurgischer Instrumente ist eine der anspruchsvollsten Disziplinen in der Medizintechnik. Sie vereint traditionelles Handwerk mit modernster Messtechnik und verlangt von jedem Beteiligten – vom CNC-Programmierer bis zum Endkontrolleur – höchste Sorgfalt und Expertise.

Qualität 10. Januar 2026 6 Min.

Pflege und Aufbereitung chirurgischer Instrumente: Best Practices

Empfehlungen für die fachgerechte Reinigung, Desinfektion und Sterilisation – damit Instrumente ihre Leistungsfähigkeit über tausende Zyklen behalten.

Die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit chirurgischer Instrumente hängt maßgeblich von ihrer fachgerechten Aufbereitung ab. Fehlerhafte Reinigung oder Sterilisation kann nicht nur die Patientensicherheit gefährden, sondern auch die Instrumente selbst irreversibel beschädigen. Die Aufbereitung von Medizinprodukten ist in Deutschland durch die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) und die KRINKO/BfArM-Empfehlungen streng reguliert.

Vorreinigung: Der kritische erste Schritt

Unmittelbar nach dem chirurgischen Eingriff sollten Instrumente in einer pH-neutralen Enzymreinigerlösung vorgereinigt werden. Angetrocknetes Blut und Gewebe sind deutlich schwerer zu entfernen und können zu Korrosion führen – selbst bei hochwertigen Edelstahlinstrumenten. Instrumente mit Gelenken (Scheren, Nadelhalter) sollten geöffnet in die Reinigungslösung gelegt werden, um eine vollständige Benetzung aller Oberflächen zu gewährleisten.

Maschinelle Reinigung und Desinfektion

Die maschinelle Aufbereitung im Reinigungs-Desinfektionsgerät (RDG) nach EN ISO 15883 ist der Goldstandard. Der Prozess umfasst typischerweise: Vorspülung bei Raumtemperatur, alkalische Reinigung bei 55°C, Neutralisation, thermische Desinfektion bei 93°C für mindestens 5 Minuten und abschließende Trocknung. Wichtig: Mikro-Instrumente mit empfindlichen Spitzen sollten in speziellen Siebkörben oder Halterungen fixiert werden, um mechanische Beschädigungen während des Reinigungsprozesses zu vermeiden.

Sterilisation und Pflege

Die abschließende Dampfsterilisation erfolgt bei 134°C und mindestens 5 Minuten Haltezeit (fraktioniertes Vorvakuumverfahren). Vor der Sterilisation empfiehlt sich die Anwendung eines instrumentenverträglichen Pflegeöls auf alle beweglichen Teile – Gelenke, Federmechanismen und Sperren. Hochwertige Instrumente aus chirurgischem Edelstahl oder Titan überstehen bei korrekter Aufbereitung mehrere tausend Sterilisationszyklen ohne messbare Qualitätseinbußen. Regelmäßige Sichtprüfungen unter der Lupe und jährliche Funktionsprüfungen durch den Hersteller oder autorisierte Servicepartner sichern die langfristige Einsatzbereitschaft.

MICROQORE MEDICAL bietet allen Kunden einen Reparatur- und Wartungsservice an. Stumpfe Schneiden werden nachgeschliffen, verschlissene Federn ersetzt und defekte Sperren instand gesetzt – damit jedes Instrument seine volle Leistungsfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus behält.

Innovation 20. Dezember 2025 8 Min.

Die Zukunft der minimal-invasiven Chirurgie: Trends und Technologien

Von robotergestützten Systemen über 3D-gedruckte Instrumente bis zur KI-unterstützten Operationsplanung – ein Blick in die Zukunft der Chirurgie.

Die minimal-invasive Chirurgie (MIC) hat sich in den letzten drei Jahrzehnten von einer Nischentechnik zum chirurgischen Standard entwickelt. Heute werden weltweit über 15 Millionen laparoskopische Eingriffe pro Jahr durchgeführt. Doch die Entwicklung steht nicht still – neue Technologien versprechen, die Grenzen des Machbaren weiter zu verschieben.

Robotergestützte Chirurgie der nächsten Generation

Während das Da Vinci Surgical System den Markt seit über 20 Jahren dominiert, drängen zunehmend neue Plattformen auf den Markt: Das Hugo RAS System von Medtronic, das Versius System von CMR Surgical und Chinas Micro Hand S bieten modulare, kosteneffizientere Alternativen. Allen gemeinsam ist der Bedarf an hochspezialisierten Mikro-Instrumenten, die sowohl manuell als auch roboterassistiert eingesetzt werden können. Für Instrumentenhersteller bedeutet das: duale Kompatibilität wird zum Entwicklungsstandard.

Additive Fertigung und patientenspezifische Instrumente

Der 3D-Druck von Metallinstrumenten mittels Selektivem Laserschmelzen (SLM) ermöglicht erstmals die wirtschaftliche Fertigung patientenspezifischer Instrumente. Vorstellbar sind Nadelhalter, deren Maulgeometrie exakt auf die geplante Naht abgestimmt ist, oder Führungsinstrumente, die auf Basis von CT-Daten für einen spezifischen Patienten gedruckt werden. MICROQORE beobachtet und evaluiert diese Technologien aktiv und prüft ihren Einsatz für spezielle Anwendungen – wobei die konventionelle CNC-Fertigung bei Standardinstrumenten hinsichtlich Präzision und Oberflächengüte weiterhin überlegen bleibt.

KI-unterstützte Operationsplanung

Künstliche Intelligenz revolutioniert die präoperative Planung. Algorithmen analysieren CT- und MRT-Daten, simulieren den optimalen Zugangsweg und empfehlen das passende Instrumentarium. In Zukunft könnten KI-Systeme sogar in Echtzeit die optimale Nahtplatzierung berechnen und dem Chirurgen über Augmented Reality einblenden. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung eines breiten, konfigurierbaren Instrumentensortiments – denn je präziser die Planung, desto spezifischer die Anforderungen an das eingesetzte Instrument.

Die Zukunft der minimal-invasiven Chirurgie ist digital, robotergestützt und datengetrieben. Doch die Grundlage bleibt analog: Präzise gefertigte Instrumente aus hochwertigen Materialien, die dem Chirurgen die Kontrolle geben, die er für jeden Eingriff braucht. MICROQORE MEDICAL investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um für die Anforderungen der Chirurgie von morgen gerüstet zu sein.

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